Lead-Magnet: sieben Aufgaben, sieben Anleitungen. ChatGPT erledigt sie in einem Gespräch.
Ein Lead-Magnet klingt nach einer Stunde Arbeit: PDF basteln, Formular davor, fertig. In Wahrheit sind es sieben Baustellen, und jede hat ihre eigene Anleitung, ihr eigenes Plugin und ihre eigenen Menüs. Falls der Begriff neu ist: Ein Lead-Magnet ist ein kostenloses Geschenk, zum Beispiel eine Checkliste oder ein kleiner Leitfaden, das Besucher gegen ihre E-Mail-Adresse bekommen.
Normalerweise klickst du dich durch einen Artikel zur Idee, einen zum Formular, einen zum Newsletter und einen zur automatischen Mail. Am Ende hast du fünf Tabs offen und keinen Plan, wie das alles zusammenpasst. Ist ChatGPT oder Claude direkt mit deinem WordPress verbunden, geht es anders: Du führst ein einziges Gespräch, vom ersten Gedanken bis zum Testlauf. Die Arbeit bleibt, nur die Anleitungsjagd fällt weg.
Ein Ziel, sieben Aufgaben, ein Gespräch mit der KI
Der Startschuss ist ein einziger Satz: „Ich möchte einen Lead-Magneten für meine Website erstellen.“ Eine KI ohne Verbindung zu deiner Website würde jetzt irgendein PDF vorschlagen, weil Checklisten immer gehen. Mit Verbindung schaut sie erst nach, worum es auf deiner Website geht, was du schon anbietest und welche Plugins laufen. Erst dann überlegt sie.
Die sieben Prompts unten gehören alle in denselben Chat. Jeder baut auf dem vorigen auf, deshalb weiß die KI bei Schritt 6 noch, welche Idee du in Schritt 2 gewählt hast. Voraussetzung ist eine Verbindung direkt zu deiner Website aus ChatGPT oder Claude. Wie die entsteht, steht im KI-Playbook für WordPress.
1. Die KI lernt deine Website kennen
Bevor irgendetwas entsteht, soll die KI wissen, wo sie überhaupt steht. Sie liest deine wichtigsten Seiten, damit sie nicht ins Blaue hinein vorschlägt.
Sieh dir meine WordPress-Website an. Lies die wichtigsten Seiten und Beiträge sowie meine Angebote. Erkläre mir kurz, welche Zielgruppe ich anspreche und welches Problem ich für sie löse. Ändere nichts an meiner Website. Wenn dir etwas fehlt oder etwas nicht klappt, sag es mir und schlag vor, wie wir es anders lösen.
Lies die Zusammenfassung kritisch. Liegt die KI hier schon daneben, korrigiere sie jetzt. Alles Weitere baut darauf auf.
2. Eine Idee finden, die zu dir passt
Jetzt darf die KI Vorschläge machen. Du bekommst drei zur Auswahl, jeweils mit Begründung, damit du nicht einfach die erstbeste nimmst.
Schlage mir auf Basis meiner Website drei konkrete Lead-Magneten vor, die für meine Besucher nützlich sind und zu meinem Angebot passen. Erkläre jeweils, warum jemand dafür seine E-Mail-Adresse hinterlassen würde. Empfiehl mir eine Idee und warte dann auf meine Entscheidung.
Such dir eine Idee aus oder sag der KI, was dir fehlt. Erst dann geht es weiter.
3. Den Inhalt ausarbeiten
Aus der Idee wird Text. Damit er nach dir klingt und nicht nach Standardware, soll die KI sich an deinen Beiträgen orientieren. Wie das funktioniert, steht in ChatGPT kann nicht menschlich schreiben. Du schon.
Schreibe den Inhalt für die ausgewählte Idee. Nutze meine bestehenden Website-Inhalte als Grundlage, ohne sie einfach zu kopieren, und schreibe verständlich und in einem Stil, der zu meinen Beiträgen passt. Zeige mir zuerst einen Entwurf hier im Chat und speichere nichts in WordPress. Wenn dir Informationen fehlen, frag nach, statt etwas zu erfinden.
Du bekommst Text, kein fertiges Dokument. Das PDF oder was auch immer am Ende rausgeht, machst du selbst daraus, und vorher liest du den Entwurf in Ruhe durch. Dein Name steht schließlich drauf.
4. Die Landingpage erstellen
Eine Landingpage ist eine Seite, auf der es nur um dieses eine Angebot geht: Was bekommt man, warum lohnt es sich, wo trägt man sich ein. Die KI entwirft sie und speichert sie als Entwurf, damit nichts versehentlich live geht.
Erstelle eine Landingpage für diesen Lead-Magneten mit einer klaren Überschrift, dem Nutzen, einer kurzen Beschreibung und einem Aufruf zur Anmeldung. Speichere die Seite als Entwurf in WordPress und veröffentliche nichts ohne meine Freigabe. Wenn etwas nicht klappt, sag es mir und schlag vor, wie wir es anders lösen.
Der Entwurf liegt jetzt in WordPress. Es fehlt nur noch die Anmeldung, und die kommt gleich. Vorher schauen wir nach, was du schon hast.
5. Nachsehen, was schon da ist
Bevor du ein neues Plugin installierst: Vielleicht kann dein WordPress Formulare und Newsletter-Anmeldungen längst. Die KI sieht nach, statt zu raten.
Sieh nach, welche der bei mir installierten Plugins Formulare, Newsletter-Anmeldungen oder Kontaktlisten unterstützen. Schlage eine Lösung mit dem vor, was schon da ist, und empfiehl nicht vorschnell ein neues Plugin. Ändere nichts an meiner Website. Wenn dir Informationen fehlen, sag mir, was ich nachsehen soll, und schlag vor, wie wir es anders lösen.
6. Anmeldung und Auslieferung verbinden
An dieser Stelle scheitern Lead-Magneten gern: Jemand trägt sich ein, und dann passiert nichts oder das Falsche. Hier sagt dir die KI ehrlich, was sie selbst erledigen kann und was du selbst klicken musst. Auch die Einwilligung gehört dazu. Wer sich für einen Newsletter einträgt, muss das ausdrücklich wollen und üblicherweise per E-Mail bestätigen. Die KI ist allerdings kein Anwalt: Was bei dir rechtlich nötig ist, klärst du selbst.
Hilf mir, den Weg von der Anmeldung bis zur Auslieferung des Lead-Magneten einzurichten. Sag mir zuerst, welche Schritte du bei mir selbst erledigen kannst, und beschreibe genau, was du dafür ändern würdest. Warte auf mein Okay, bevor du etwas änderst. Für alles andere gib mir eine konkrete Anleitung für meine installierten Plugins und erfinde keine Einstellungen. Berücksichtige die notwendige Einwilligung und die Bestätigung bei Newsletter-Anmeldungen. Wenn etwas nicht klappt, sag es mir und schlag vor, wie wir es anders lösen.
7. Alles noch einmal durchgehen
Zum Schluss lässt du dir den Stand zusammenfassen und bekommst eine Checkliste für den Testlauf. Anmelden, Bestätigung abwarten, Auslieferung prüfen: einmal alles so durchspielen, wie es ein Besucher tut.
Fasse zusammen, welche Schritte erledigt sind, welche noch offen sind und was ich vor der Veröffentlichung selbst kontrollieren muss. Erstelle eine kurze Checkliste für einen vollständigen Test von Formular, Bestätigung und Auslieferung.
Mach den Testlauf mit einer eigenen, echten E-Mail-Adresse. Erst wenn alles dort ankommt, wo es ankommen soll, schaltest du die Landingpage live.
Warum die Verbindung zu WordPress den Unterschied macht
Ohne Verbindung kann die KI nur allgemein antworten: eine Checkliste hier, ein Tipp da, ohne zu wissen, was du anbietest oder welche Plugins du hast. Mit Verbindung beginnt das Gespräch bei dir. Sie liest deine Seiten, sieht, was installiert ist, und erledigt manche Schritte direkt in WordPress. Und weil alles in einem Gespräch passiert, hängen die sieben Aufgaben aneinander, statt in sieben getrennten Anleitungen zu liegen.
Ein Autopilot ist das nicht
Autopilot wäre gelogen. Manches erledigt die KI selbst, anderes erklärt sie dir Schritt für Schritt, und was davon was ist, sagt sie dir, wenn du fragst. Genau deshalb ist ein Gespräch besser als ein starres Rezept: Du kannst an jeder Stelle nachhaken, korrigieren oder etwas selbst übernehmen.
Ein Lead-Magnet ist erst fertig, wenn Inhalt, Anmeldung, Einwilligung und Auslieferung zusammenpassen. Lies deshalb alles selbst, mach den Testlauf und veröffentliche erst, wenn du zufrieden bist. Was am Ende live geht, entscheidest du.
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